Weiße Rose

Interview mit Frau Plieth, Politikerin der Grünen

Yaren Sirin am 29. März 2018 um 8:00

interview

Yaren: Hallo Frau Plieth, wir würden ihnen wegen der anstehenden Wahlen gerne ein paar Fragen zu der Grünen-Partei bzw. dem Bündnis 90 stellen.
Frau Plieth: Gerne!
Till: Zuerst würden wir gerne wissen, was das Bündnis 90 überhaupt ist.
Frau Plieth: Die Grünen/ Bündnis 90 ist eine politische Partei, welche die Schwerpunkte Umweltpolitik und ökologische sowie soziale Nachhaltigkeit hat. Sie ist entstanden aus der Studentenbewegung der 60iger und der Friedensbewegung in den 70iger und 80iger Jahren. Die Anti-Atomkraft Partei wurde 1980 gegründet und fand nach der DDR-Bürgerrechtsbewegung 1993 zu Bündnis 90/Die Grünen zusammen.
Yaren: Und warum entschieden Sie sich den Grünen und keiner anderen Partei beizutreten?
Frau Plieth: Als ich um die 16 Jahre alt war lief ich bei den Ostermärschen mit, das waren Demos gegen Atomkraft und für Naturschutz. Ab diesem Zeitpunkt war ich mir sicher,
dass die Grünen die richtige Partei für mich sind.
Till: Haben Sie auch noch andere Parteien, die Sie gut finden?
Frau Plieth: Es gibt Berührungspunkte mit der SPD und dem Bündnis 90, aber ich bleibe den Grünen treu.
Yaren: Wir haben ja gerade die Wahlen angesprochen, gibt es bei den Grünen auch einen guten Wahlspruch, dem Sie zustimmen können?
Frau Plieth: Ja, es gibt einen guten Spruch, welcher auch zu unserer Schule passt: „Jugend will Rechte. Keine Nazis“.
Till: Haben Sie auch ein Highlight mit den Grünen erlebt?
Frau Plieth: Ein Highlight für mich war, als wir bei der letzten Kommunalwahl mit 15 Sitzen in den Stadtrat eingezogen sind.
Yaren: Sind Sie bei den Grünen hauptberuflich tätig?
Frau Plieth: Beruflich bin ich Lehrerin und bei den Grünen bin ich ehrenamtlich engagiert.
Till: Wir haben ja schon über die Wahlsprüche der Grünen Partei gesprochen. Wie finden Sie denn die Wahlversprechen/Wahlsprüche anderer Parteien?
Frau Plieth: Mit Wahlversprechen habe ich so meine Schwierigkeiten, weil die Versprechen nach der Wahl oft nicht eingehalten werden.
Yaren: Gibt es auch eine Partei, welche Sie nicht mögen?
Frau Plieth: Da gibt es mehrere z.B. die AfD, die Rechte und die NPD, damit sind die Rechtsextremisten gemeint.
Till: Was ist das witzigste, was ihnen mit der Partei passiert ist?
Frau Plieth: Als bei einer Wahlkampfveranstaltung eine ältere Dame anstatt Teebeuteln Kondome als Giveaways mit dem Spruch „noch einen schönen Abend“ verteilt hat, das merkte sie aber erst hinterher.
Yaren: Wen würden Sie sich als Vorsitzende wünschen?
Frau Plieth: Ich finde unsere momentanen Vorsitzenden Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt gut, auch wenn ich bei der Kandidatenwahl anders entschieden hätte.
Till: Finden Sie die Entwicklung der Partei gut?
Frau Plieth: Ja, ich finde es z.B. gut, dass die Grünen als Regierungspartei Verantwortung in etlichen Bundesländern übernehmen. Sie sollte sich allerdings stärker auf ihre ursprünglichen Themen wie Umwelt- und Friedenspolitik besinnen.
Yaren: Was würden Sie als Parteivorsitzende ändern?
Frau Plieth: Ich würde den Kampf gegen die soziale Armut im Land aufnehmen. Die Chancen und Möglichkeiten, die jeder Mensch im Leben braucht, sind nicht immer gerecht verteilt. Gerade in der Bildung ist Chancengerechtigkeit die Voraussetzung für den Zusammenhalt einer vielfältigen und offenen demokratischen Gesellschaft.
Till: Denken Sie, die Grünen werden gut bei den Bundestagswahlen abschneiden?
Frau Plieth: Ich hoffe, dass mindestens wieder zweistellig für uns gestimmt wird.
Yaren: Wir danken Ihnen dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben unsere Fragen zu beantworten.
Till: Dem kann ich nur zustimmen.
Frau Plieth: Kein Ding.

Yaren Sirin, 7B

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