Weiße Rose

Die Geschwister Scholl

Florian & Kira Hauschulz am 2. Dezember 2016 um 10:00

Briefmarke Geschwister Scholl

Die Geschwister Scholl sind die Namensgeber unserer Schule. Aber manche wissen nicht, warum sie es sind. In diesem Artikel geht es um das Leben und Wirken der Geschwister Scholl.
Die Geschwister Scholl waren zwei Jugendliche, die im Dritten Reich (1933 – 1945) gelebt haben. Beide waren gegen das Naziregime, unter der Führung Adolf Hitlers, und haben sich aktiv an der Gegenwehr beteiligt. Gemeinsam mit anderen Studenten und einem Professor haben sie an der Münchener  Ludwig-Maximilians-Universität regimekritische Flugblätter verteilt. Beide wurden zusammen mit Christoph Probst am 22. Februar 1943 in München ermordet. Hans starb mit gerade einmal 24 Jahren, Sophie mit jungen 21 Jahren.
Vorausgegangen war die Flugblätterverteilung in der Münchener Universität am 18. Februar 1943. Das damalige sechste Flugblatt verteilten die Geschwister unter anderem auch vor Hörsälen und in den Gängen der Universität. Als Sophie Scholl zum Schluss aus dem 2. Obergeschoss einen Stapel in den Lichthof fallen ließ, fielen die beiden auf und wurden erst vom Hausmeister festgehalten und anschließend von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) festgenommen. Außerdem konnte man den Unterlagen entnehmen, dass auch Christoph Probst ein Mitglied der Weißen Rose war und mit den Geschwistern hingerichtet wurde.
Hans trat 1933 der Hitler-Jugend (HJ) bei und hatte dort Führungspositionen im Jungvolk der HJ angenommen. Als er aber als Stammesführer einer HJ-Gruppe die strengen Regeln der Führung nicht befolgte, wurden er und zehn andere Schüler angeklagt. Daraufhin mussten sie alle für zehn Tage ins Gefängnis. Das Verfahren wurde jedoch fallen gelassen und die Geschwister Scholl wandten sich von dem Naziregime ab. Hans Scholls Jugendzeit ging zu Ende und nachdem er sein Abitur geschafft hatte, musste er für die Armee an der Front dienen. Im Anschluss daran studierte er an der Universität München Medizin. Parallel dazu gründete er zusammen mit anderen Studenten, welche ebenfalls Widerstandskämpfer waren, die Weiße Rose. Unter diesem Namen wurden auch die ersten vier Flugblätter verteilt.
Sophie Scholl fing 1940 eine Ausbildung zur Kindergärtnerin an. Durch Eindrücke während des Arbeits- und Kriegshilfedienstes entwickelte sie bald eine Abwehrhaltung gegen das nationalsozialistische Regime. Mit Beginn ihres Studiums 1942 trat sie der Widerstandsgruppe der Weißen Rose bei. 1943 war sie erstmalig an der Verbreitung des damaligen fünften Flugblattes beteiligt und hatte später an der Entstehung und Verbreitung des sechsten Flugblattes ebenfalls aktiv mitgewirkt.
Das sechste und letzte Flugblatt wurde am 15. Februar 1943 fertiggestellt mit dem Aufruf, das NS-Regime zu stürzen. Am 18. Februar 1943 wurde es in der Münchener Universität mit einer Stückzahl von ca. 1700 Blättern ausgelegt.

Heute gibt es viele Zeichen und Symbole, welche an die Geschwister Scholl erinnern. In und vor der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität wurden Steine in den Boden eingelassen. Diese sind teils weit gestreut und zeigen die Flugblätter. Der Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität und ein kleines Museum innerhalb des Gebäudes sind Orte des Erinnerns. Hinzu kommen unzählige Geschwister Scholl Straßen und Schulen, die in ganz Deutschland verteilt sind.

Ich möchte mit diesem Text den Geschwistern Hans Fritz Scholl und Sophia Magdalena Scholl danken, dass sie sich mit vielen anderen gegen Adolf Hitler auflehnten und versucht hatten auch andere zu überzeugen. Dies haben noch viele andere gemacht, aber diese Gruppe tat es öffentlich und traute sich, Flugblätter zu verteilen. Es gab bestimmt noch viel mehr geheime Gruppen, die gegen Adolf Hitler waren, aber sie sind uns heute nicht so bekannt, wie die beiden Geschwister und die Gruppe Weiße Rose.

Danke Geschwister Scholl

Florian & Kira Hauschulz

 

Bildquelle:
de.wikipedia.org/wiki/Geschwister_Scholl#/media/File:Stamps_of_Germany_(DDR)_1961,_MiNr_0852.jpg

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