Weiße Rose

Neue Handyordnung

Henrike Hahn & Jonas Wolf am 30. Juni 2016 um 19:52

keine Handys

Seit dem 06. April gilt die neue Handyregelung, durch diese gibt es für uns Schüler einige Neuerungen. Nun dürfen wir in der Frühstücks- und der Mittagspause unser Handy im “Amphitheater” benutzen. Außerdem darf das Handy im Unterricht benutzt werden, wenn es der Lehrer erlaubt. Weiterhin ist es nicht gestattet, Fotos mit dem Handy zu machen und auch keine Audio- und Videonachrichten bzw. Aufnahmen. Das Handy darf nicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände genutzt werden. Einzige Ausnahme ist, wenn der Lehrer dies erlaubt oder wenn man es in den oben angegebenen Pausen im „Amphitheater“ benutzt. Wenn man das Handy außerhalb der Handyzone verwendet, wird es wie auch vorher von einem Lehrer eingesammelt. Folge davon kann ein Gespräch mit der Schulleitung sein, was weitere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Das Ziel ist es, dass in der Testphase bis zur nächsten Schulkonferenz wenig Handys eingesammelt werden. Wenn das gelingt, wird in der Schulkonferenz am 07. Juni über eine Entfristung der Handyordnung abgestimmt. Seitdem die Handyordnung gilt wurden zuerst viele Handys eingesammelt, jedoch hat sich nach Stellungnahme der Schulleitung nun diese Zahl auf weniger als ein Handy pro Tag reduziert. Somit besteht eine realistische Chance, dass uns gemeinsam die Testphase bis zur nächsten Schulkonferenz gelingt.

So entstand die Handyreglung
Seit Beginn des Schuljahres hat sich an mehreren Nachmittagen eine Gruppe, bestehend aus Schülern, Lehrern, Eltern und Vertretern der Schulleitung, getroffen. Diese Gruppe, welche sich “Mediengruppe” nennt, soll neue Medien besser in unsere Schule integrieren und somit den Schülern den Umgang mit den neuen Medien beibringen. Die Schüler, welche der Mediengruppe angehören, haben in vielen Sitzungen gemeinsam mit den anderen Anwesenden an der Handyregelung gearbeitet. Das Wort der Schulleitung hatte bei der Formulierung des endgültigen Vorschlags einen hohen Stellenwert.
Aber nicht nur die Handyordnung wird in den Sitzungen besprochen. Weitere Themen sind unter anderem die Vertretungsplan-App, welche von vielen Schülern gewünscht ist. Insgesamt haben sich über 600 Schülerinnen und Schüler der gut 1.000 Befragten für die Einführung einer Vertretungsplan-App ausgesprochen.

Meinungen
Die Meinungen über die neue Handyordnung gehen stark auseinander. Viele Personen befürworten diesen Schritt in die Zukunft und sind der Meinung, dass Mobiltelefone und neue Medien mehr in den Unterricht und Schulalltag eingebunden werden müssen. Bei den Schülern sehen die meisten die Regelung positiv, jedoch gibt es auch Nachteile. So nennt eine Schülerin in einem Schreiben an die Schülervertretung einige Kritikpunkte, welche nicht zu vernachlässigen sind.
Sie weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass der Steinkreis zu klein sei, und dass sich insbesondere in den jüngeren Klassen Schüler ohne Handy benachteiligt fühlen könnten, oder sogar ausgegrenzt werden.
Insbesodere erwähnt wird noch, „dass die meisten Schüler […] nicht in der Lage sind, ein Handy verantwortungsvoll zu nutzen.“
Laut Schulgesetz ist es Auftrag der Schule, dass Schülerinnen und Schüler lernen „mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen.” Somit müsste den Schülern dieses Verantwortungsbewusstsein im Unterricht beigebracht werden. Die Schulleitung äußerte sich positiv in einem Gespäch mit dieser Redaktion zum Erwerb von Kompetenzen mit neuen Medien.
Am Ende bittet die Schülerin das alte Handyverbot wiedereinzuführen. „Wenn alle Lehrer davon überzeugt sind, die Schüler sollten […] ein Handy benutzen dürfen, würde [sie] fairerweise, den ganzen Schulhof zur Verfügung stellen, so würde niemand benachteiligt.“
Positive Aspekte werden hier aber insbesondere vom Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen genannt. So heißt es „Medien aller Art können Lernprozesse unterstützen und befördern.“
Auf einer anderen Seite des Schulministeriums wird die Idee von „bring your own device“ (BYOD) vorgestellt, welche zum Teil in der neuen Handyordnung verwirklicht wurde. So ist es den Schülern möglich im Rahmen des Unterrichts im angemessenen Umfang das Handy zu verwenden, um beispielsweise unterrichtsrelevante Inhalte zu recherchieren.
Das Schulministerium meint „Mobile Endgeräte sind nicht die Lösung für alle pädagogischen und didaktischen Herausforderungen, aber sie können einen guten Teil dazu beitragen, dass die genannten Ziele umgesetzt werden.“

 

Quellen:
Schreiben an die Schülervertretung vom 07.04.2016 Einsicht bei Interesse möglich
Schulgesetz NRW (Stand: 15.08.2015) §2
medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienberatung/Medien-und-Schule/Lernen-mit-Medien
medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienberatung/Lern-IT/Ausstattung/Bring-Your-Own-Device
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Bild 2: pixabay.com/en/users/geralt-9301 (CC0)

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