Weiße Rose

Schülertypen

Anonym am 12. Juli 2017 um 8:00

Ja auch wir Schüler sind des Öfteren eine sonderbare Spezies, nicht nur für die Lehrer. Man muss sich einfach mal auf dem Flur umsehen und entdeckt viele unterschiedliche Arten von Schülern und da wir eine Gesamtschule mit 1400+ Schülern sind, kann man viele, viele und nochmals viele Typen sehen.

Der Dummschwätzer
Der Dummschwätzer labert und labert und labert. Im Unterricht, in der Pause, auf dem Weg nach Hause und sogar in den Klassengruppen bei WhatsApp.
Und wie der Titel verrät, redet der Dummschwätzer gerne über Themen, die keinen, wirklich keinen interessieren: Geschichtliche Fakten, die nicht themenrelevant sind, warum es doch sinnvoll wäre, Gras zu legalisieren, was er gerne in seiner Zukunft werden will und was er jetzt schon alles dafür tut, was seine Geschwister denn schon alles gesagt und getan haben und so weiter und so fort. Alles Themen, bei denen sich die Köpfe der Mitschüler immer näher der Tischplatte oder Wand nähern, um sie dann schwungvoll mit einer Kopfnuss zu ehren. Nur leider verursacht diese Vorgehensweise nicht die gewünschte Erlösung, sondern starke Kopfschmerzen.

Der Goldfisch
Goldfische sind schon etwas ganz Besonderes. Sie sind ein Mysterium für alle Umstehenden, denn sie verwundern einen immer wieder mit ihrer Art der Weiterleitung von Informationen. Man kann dem Gehirn quasi beim Arbeiten zusehen.
Der Lehrer stellt eine Frage und schon geht die Reise los: Zuerst geht es ab ins Gehirn, aber mit gemächlichem Tempo, danach wird alles ganz in Ruhe verarbeitet, damit auch ja keine Fehler passieren; zum Schluss wandert die verarbeitete Antwort, ähnlich einer Luftblase, hinauf und platzt irgendwann. Der Arm hebt sich synchron; der Lehrer, welcher mittlerweile ein oder zwei Fragen weiter ist, nimmt den Goldfisch dran und schon kommt gemächlich ein Kommentar zum veralteten Thema.
Die Klasse stöhnt, der Lehrer weiß nicht mehr, wo oben und unten ist, verliert sein Buch und denkt über die Optionen nach, wie er dem Schüler sagen kann, dass dieser etwas verspätet ist.

Hermine Granger
Weiß alles, kann alles und ist sich auch dessen bewusst. Oft werden andere Mitschüler berichtigt, um die Ecke rum, damit es ja nicht so böse gemeint ist; zumindest ist es nach ihrer Denkweise so. Auch schnellen bei einer Frage ihre Hände sofort in die Höhe, würden sich am liebsten den Arm ausreißen und mit dem anderen in die Höhe halten, um auch ja gesehen zu werden. Werden sie dran genommen, zählen sie alle möglichen Antworten auf, ist ja nicht so, dass andere auch was sagen möchten. Werden sie mal nicht dran genommen, wird das mit einem Schnauben kommentiert. Aber auch eine Hermine kann nett sein. Als männliche Alternative kann man übrigens Harold nehmen.

Der Pumper
Arme wie Baumstämme und durchtrainiert. Sie treten meist ab der 8. oder 9. Klasse auf und zeigen dann auch gerne mal, was sie haben, oder auch nicht. Aber es ist ja im Aufbau. Neben den Besuchen im Gym stehen auch Pülverchen und Shakes auf dem Plan, um Masse aufzubauen.
Jeder, der nicht ins Gym geht, wird ab und an komisch angeschaut, besonders wenn diese Person sagt, dass sie schon einen anderen Sport, oder ein anderes Hobby betreibt und kein Geld für den Beitrag im Gym hat. Wie schon im Film „Pain & Gain“ gesagt wurde: Ich glaube an Fitness.

Mario Barth
Wenn man versucht aus allem einen Witz zu machen, dann handelt es sich um einen Mario Barth. Oft beginnt sein Werdegang im Biounterricht. Der Grund sollte jedem klar sein. Sein Themengebiet ist also für die erste Zeit festgelegt: Humorloses „Schau mal, das sieht aus wie …!“
Nach einiger Zeit merkt der Möchtegern-Komiker, dass er mit seiner Dauerschleife nicht weit kommt. Also befragt er die magische Miesmuschel: „Oh magische Miesmuschel, was soll ich tun?“
„Versuche aus jeder kleinen Möglichkeit einen Witz zu machen!“
Und so begann der Anfang vom Ende.

Die Beautyprinzessin
Gefühlte 500 Kilo Schminke im Gesicht, immer dem neuesten Trend auf der Spur und einen missbilligenden Blick für jene, die ihrem eigenen Geschmack und Stil folgen. Kann ja auch nicht sein, dass sich manche nicht in bauchfreie Pullover und Mini-Hotpants quetschen. Manche wollen es nicht und manche sollten es nicht.
Auch darf der YouTube-Channel nicht fehlen, der Instagram-Account und was man sonst noch so benutzen kann, um zu zeigen, wie hübsch man doch ist.
Bei manchen ist es ja wirklich so, dass sie schön sind und die Klamotten passen, doch andere sind ein bisschen zu zuversichtlich. Und am allerwichtigsten ist: Es ist jedem selbst überlassen, was er anziehen und wie er aussehen möchte.
Machen und machen lassen.

Ja, Schüler sind wirklich eigen und auch hier gilt: Es ist nur eine kleine Auswahl der vielen verschiedenen Typen.

Anonym

 

Bildquelle:
https://pixabay.com/en/smiley-nerd-glasses-pc-expert-1914523/

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