Weiße Rose

Zwischen Schule und Fußball

Anonym am 12. März 2018 um 8:00

Das Leben eines BVB-Jugendspielers auf unserer Schule

Alexander Schulte (18) aus der U19 nahm sich die Zeit und beantwortete mir einige Fragen.
Er steht schon seit 4 Jahren bei Borussia Dortmund unter Vertrag und lebt seitdem im Internat.

Früher war das Internat an der Kreuzstraße, dort lebte Alexander mit anderen Jugendspielern zusammen. Die Spieler zogen 2014 in das Internat in Brackel und gehen nun auf unsere Schule.
Anfangs waren sie nur zu zehnt und nun sind sie schon mit 22 Jugendspielern im Internat. Ebenfalls wohnt die Familie Kleinsteiber im Internat, welche für die Spieler auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Alexander ist von allen am längsten dort. Er geht wie alle anderen Schüler ganz normal zur Schule und hat danach noch Training. Seit dieser Saison hat er auch mittwoch- und donnerstagmorgens Training und wird dann für die ersten zwei Stunden freigestellt. Wenn er Spiele oder Turniere hat, wird er für diesen Zeitraum ebenfalls freigestellt.
In der Woche steht ca. fünfmal Fußball auf dem Plan, sprich Training und Spiele. Dadurch hat er weniger Zeit zum Lernen. Alexander lernt deswegen oft abends und verzichtet dann lieber auf das Zocken. Außerdem bietet der BVB im Internat noch Nachhilfe an, welche er jedoch nicht in Anspruch nimmt.
Alexander fühlt sich in dem Internat sehr wohl und es ist für ihn wie eine kleine Familie. Für ihn ist es schwierig wenn jemand auszieht, denn er hat immer seine Jungs im selben Alter mit denen er abhängt.
Seine Familie ist durch den Wechsel in das Sauerland gezogen, um in seiner Nähe zu sein. An Spieltagen kommen seine Eltern zu den Spielen und nehmen ihn mit nach Hause. Wenn kein Spieltag ist, fährt er selbständig. Sonntagabend muss er spätestens wieder im Internat sein. Zu bestimmten Feiertagen dürfen sie die Familie länger besuchen.
Trotz alldem gibt es einige strikte Regeln, an die sich die Spieler halten müssen. Sie dürfen keine Drogen nehmen, kein Alkohol trinken, Frauen/Mädchen dürfen zu Besuch kommen, aber nicht über Nacht bleiben. Das gleiche gilt auch für andere Freunde, denn das Internat ist schließlich kein Hotel. Falls sie nicht zur Schule gehen, dürfen sie auch nicht am Training teilnehmen. Dies gilt auch im Falle einer Krankheit. Sobald sie sich nicht an die Regeln halten, folgt eine Suspendierung vom Training und von den Spielen. Dies ist die größte Strafe für jeden Einzelnen von ihnen, denn sie möchten alle Profis werden. Der Trainer und die Familie Kleinsteiber entscheiden, welche Strafen folgen und ob es vielleicht sogar eine Abmahnung gibt. Wenn ein Spieler 3 Abmahnungen bekommt, heißt dies, dass sein Vertrag aufgelöst wird.
Es gibt bestimmte Zeiten, wann die Jugendspieler wieder im Internat sein sollten. Mit 18 Jahren dürfen sie bis 23 Uhr draußen bleiben. Außerdem herrscht dort keine Nachtruhe.
Zusätzlich herrscht ein strenger Ernährungsplan, an den sich gehalten werden muss. Dafür sorgen 2 Köche, die dies kontrollieren. Zwar gibt es viel Obst und Gemüse, doch einmal die Woche servieren die Köche auch Essen wie Burger oder Pizza.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Leben eines BVB-Spielers sehr strukturiert ist und es einige Regeln gibt. Zwischen Schule und dem Fußball bleibt auch nicht allzu viel Freizeit, sodass sie Prioritäten setzen müssen.

Anonym

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