Weiße Rose

Kindersoldaten in Afrika

Ronja Tombrink am 27. März 2018 um 8:00

Kindersoldat

Afrika/Demokratische Republik Kongo. Was jedes Jahr aufs Neue vielen wehrlosen Kindern passiert, ist gegen das Menschenrecht.
Experten schätzen, dass es weltweit etwa 250.000 Kindersoldaten gibt. Besonders betroffen sind z.B. Kinder in Syrien, dem Südsudan, Somalia oder der Demokratischen Republik Kongo. Die Kinder sind teilweise jünger als 10 Jahre, wenn sie von Rebellen entführt werden. So wie Joseph (Name geändert). Wie viele andere Kinder auch wurde er von Rebellen aus seiner Heimat Uganda entführt und in einen Wald im Osten der DR Kongo verschleppt. Die Rebellen zwangen ihn, für sie zu arbeiten und zu kämpfen.
Kinder sind leichter zu beeinflussen und damit für die Rebellen leicht kontrollierbar. Die Rebellen kämpfen gegen die Regierung des Landes, sie wollen mehr Einfluss und mehr Reichtum, so versuchen sie zum Beispiel an das Gold zu kommen, das in vielen Gebieten der DR Kongo unter der Erde liegt.
Bei einem seiner Kämpfe wurde Joseph angeschossen, ins Bein und in den Bauch. Weil ein Soldat ihn rechtzeitig fand, konnte Joseph in ein naheliegendes Krankenhaus geflogen und behandelt werden. Vom Krankenhaus aus kam er in ein Heim in Goma, das zu UNICEF gehört. Dort bekam er psychotherapeutische Hilfe und Schulbildung. Jetzt hilft UNICEF ihm, seine Familie wiederzufinden.
Was Joseph passiert ist, ist verboten. Seit dem 12. Februar 2002 gibt es einen Vertrag der Vereinten Nationen, in dem steht, dass es keine Kindersoldaten mehr geben darf. 193 Länder und Staaten haben diesen Vertrag unterschrieben, darunter auch viele Kriegsgebiete und afrikanische Länder wie Syrien und Uganda, also auch Länder, in denen es Kindersoldaten gibt. Aber warum ist das so?
In vielen afrikanischen Ländern gibt es Bürgerkriege und andere, gewaltvolle politische Konflikte, die von der Polizei und dem Militär bekämpft werden. Weil die Polizei und das Militär ebenso mit solchen Konflikten beschäftigt sind, kommen sie gar nicht dazu, die Rebellen und Entführungen der Kinder zu kontrollieren. Sie bräuchten dabei die Hilfe von europäischen Ländern. Bis es keine Kindersoldaten mehr gibt, wird es also noch einige Zeit dauern.

Ronja Tombrink, 8F

Quellen:
Westfälische Rundschau vom 16.02.2017, Kinderseite; Artikel „Joseph, der Kindersoldat“, Wikipedia, www.auswaertiges-amt.de

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