Weiße Rose

Tourismus in Ägypten

am 23. Februar 2018 um 8:00

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Der Tourismus in Ägypten ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für das nordafrikanische Land. In den letzten Jahren litt der Tourismus jedoch stark unter terroristischen Attacken. Zuletzt einer im Dezember 2016 in Kairo. Durch diese Anschläge ist der Tourismus in Ägypten stark zurückgegangen. Die Hotels am Roten Meer sind oft leer, obwohl sie vor drei bis vier Jahren noch ausgebucht waren. Die einzigartige Unterwasserwelt an den zahlreichen Riffen an der Küste des Roten Meeres lockte viele Jahre Touristen an. Gleiches gilt für die Pyramiden und antiken Tempel. Doch auch diese sind nun wie leergefegt.
Trotz der angespannten Sicherheitslage reisen noch einige Touristen in die Region. An den Tourismusorten am Roten Meer verbringen diese meistens einen Tauch- oder Schnorchel-Urlaub. An den Riffen kann man ganzjährig viele verschiedene Fischarten entdecken. An einigen Stellen kann man sogar die sehr seltenen aber zahmen Seekühe betrachten. Im Landesinneren gibt es die Pyramiden von Gizeh und die Tempelanlagen von Luxor. Viele Touristen besuchen diese derzeit jedoch nicht, weil genau an diesen Orten oft ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Dieses gilt auch für die gesamte Sinai-Halbinsel. Diese liegt östlich des Festlandes und wurde in der Vergangenheit oft von Kriegen heimgesucht. Daher gilt dort auch abseits von Straßen eine erhöhte Minengefahr.
Doch der Sinai hat auch schöne Seiten: Das älteste noch immer bewohnte Kloster des Christentums befindet sich hier. Das Katharinenkloster beherbergt einen Ableger des aus der Bibel bekannten brennenden Dornenbusches. Auch liegt es unweit des Berges Sinai, auf dem Moses die zehn Gebote erhalten hat. Ferner ist das Kloster Anlaufpunkt für viele Pilger und abenteuerlustige Touristen. Die Halbinsel Sinai hat zudem eine Küste am Roten Meer und beherbergt somit auch eine einzigartige Unterwasserlandschaft.
In Zukunft wird sich die politische Lage stabilisieren müssen, damit wieder mehr Touristen in ein Land voller einzigartiger Landschaften, über und unter dem Wasser, kommen können.

Hendrick Heimbruch

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