Weiße Rose

Tourismus in Mexiko

am 14. Februar 2017 um 9:00

Mexiko

Mexiko bietet ein großes touristisches Potenzial, da es viel zu bieten hat. Das mittelamerikanische Land bietet neben Sandstränden, exotischer Flora und Fauna auch eine reiche Kulturgeschichte, historische Sehenswürdigkeiten antiker Zivilisationen und viele einzigartige Nationalparks.

Seit 1940 ist Mexiko für Touristen interessant, denn in diesem Jahr wurden Maya-Stätten auf der Halbinsel Yucatan entdeckt. Die Regierung erkannte in Folge das Potenzial dieser Entdeckungen und förderte den Tourismus. Neben dem Kulturtourismus wurde auch der Strandtourismus, vor allem in Cancun, vorangetrieben. Doch diese Förderung des Tourismus war nur durch den Ölreichtum des Landes möglich. So konnten Hotels, Flughäfen und Straßen gebaut werden. Seit den 1980er Jahren wurden dann in Cancun Hotels gebaut und der Massentourismus hielt Einzug in Mexiko. Heute ist Cancun der wichtigste Urlaubsort Mexikos, dort finden die berüchtigten Spring Break Partys statt, Cancun ist Anlaufpunkt für den Großteil der Kulturtouristen und schlussendlich auch Hauptort für den Strandtourismus. Heute kommt der Großteil der Touristen aus den USA und Kanada, gefolgt von Lateinamerika und an dritter Stelle aus Europa. Die Tourismusindustrie ist zusammen mit dem Erdöl und eingehendem Geld von Mexikanern aus dem Ausland die wichtigste Wirtschaftsstütze. Der Tourismus bringt Milliarden Einnahmen und begehrte Jobs, doch er ist auch abhängig von der Sicherheitslage.
Ein berühmtes Touristenziel, neben den vielen Maya-Stätten, ist der Biosphärenpark Sian Ka`an, der im Bundesstaat Quintana Roo an der Ostseite Yucatans liegt. Das heutige Gebiet umfasst etwa 5.280 Km² und ist seit 1986 ein Naturpark und seit 1987 ein UNESCO Naturerbe. Der Biosphärenpark ist Lebensraum für viele unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet beherbergt auch unterschiedlichste Biotope, darunter den tropischen Regenwald, Feucht-, Küsten-, und Meergebiete. In Sian Ka`an wurden bisher ungefähr 20 verschiedene Maya-Stätten gefunden, einige blieben jahrelang verschollen, obwohl sie direkt neben der „Straße“ lagen, da der Busch so dicht war, dass man nicht weiter als wenige Meter gucken konnte. Im Jahr 2015 wurde bei einer Jeep-Safari nach einem Unfall eine kleine Mayaruine am Wegesrand entdeckt. Wer also vor hat, in den Nationalpark zu fahren, kann unter Umständen auch noch immer Ruinen entdecken, wenn er nur aufmerksam den Wald beobachtet.
Sian Ka`an beherbergt etwa 800 Einwohner, der Großteil sind Mayas. Die größte Stadt im Gebiet des Nationalparks heißt Punta Allen, hier wird vor allem sanfter Tourismus betrieben. Punta Allen ist auch gleichzeitig der einzige Ort, der innerhalb eines Tages von den großen mexikanischen Tourismusorten Cancun und Playa del Carmen erreicht und wieder verlassen werden kann. Von hier aus können die Besucher, nachdem sie die über zweistündige Fahrt in einem Jeep über eine Schotterpiste überstanden haben, eine malerische Aussicht genießen und mit einem Speedboat an das vorgelagerte Riff fahren, seltene Vogelarten beobachten und in einem sogenannten „natürlichen Pool“ ein Bad nehmen. Nach der Rückkehr an den Strand kann man dann auch noch eine Kokosnuss trinken und unter den Palmen, direkt am Wasser, eine schöne Zeit haben.

Neben den Nationalparks beherbergt Mexiko ja auch noch die berühmten Maya-Stätten, eine der größten heißt Coba. Coba liegt relativ zentral auf der Halbinsel Yucatan und ist mit einem Minibus gut zu erreichen. Die Fahrt ist mit etwa 90 Minuten relativ lang, jedoch lohnt sich die Fahrt sehr. Ist man einmal angekommen, so kann man sich in der archäologischen Zone Fahrräder ausleihen und durch die Ruinen cruisen. Das Herzstück der antiken Anlage bildet die über 42 Meter hohe Pyramide, die man heute noch besteigen kann.
Hendrick Heimbruch

Bildquelle:
Privat

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