Weiße Rose

Warum geht die Jugend zum IS?

am 8. Februar 2017 um 9:00

Flag of the Islamic State (IS)

Viele Jugendliche, teilweise noch Minderjährige, aus ganz Europa ziehen in Syrien oder Afghanistan in den „heiligen Krieg“ (Dschihad) und kämpfen. Aber warum?

Bei den Jugendlichen handelt es sich meist um Menschen mit niedrigem oder nicht vorhandenen Bildungsabschluss. Viele sind bereits kriminell und/oder haben die falschen Leute getroffen. Ein Grund für die Jugendlichen in den Krieg zu ziehen ist zum Beispiel Diskriminierung, wobei es sich hier meist nicht um Muslime mit Migrationshintergrund handelt. Viele Jugendliche verwahrlosen psychisch, sozial und emotional, die Eltern trennen sich oder ähnliches. Diese Jugendlichen wollen dann Aufmerksamkeit und Anerkennung, sie wollen akzeptiert werden.

Die Salafisten rufen auf in den Dschihad zu ziehen und gegen die Unterdrückung der Muslime zu kämpfen. Wir gründen einen neuen Staat, eine neue Gesellschaft, wir machen das alles gemeinsam, kriegen die Jugendlichen gesagt. Viele von ihnen sehen darin ein Abenteuer, etwas, um die Welt verändern zu können und ein attraktives Angebot, um die ihnen fehlende Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erlangen. Sie konvertieren zum Islam und reisen nach Syrien oder Afghanistan, um dort für Allah zu kämpfen. Als Rechtfertigung für die begangenen Morde nutzen die Jugendlichen die Religion, auch wenn sie eher weniger religiös sind. Dass die Jugendlichen bei ihrem Vorhaben sterben können, lassen sie außer Acht. Der Aspekt etwas großes zu machen und ein tolles Abenteuer zu erleben, ist viel interessanter und verdeckt das Risiko zum größten Teil.

Es sind also die Salafisten, die unsere Jugendlichen animieren in den Krieg zu ziehen und die Aspekte des Islams falsch auffassen und weitergeben. Um der Jugend zu zeigen, wie der Islam wirklich funktioniert, muss man ihnen die Religion erklären. Wenn Fragen gestellt werden, sollte man sie beantworten, bevor es die falschen Leute mit den falschen Antworten tun. Der Islam steht, genau wie die christliche Bibel auch, für viele positive Aspekte und Akzeptanz und richtet sich nicht gegen jegliche andere Religionen und animiert auch nicht zur Diskriminierung oder sogar bis zur Auslöschung dieser, wie die Salafisten denken.

Sebastian Neuhaus

Politik | Weltgeschehen